Genau vor einer Woche, also Sonntag den 12. April machte ich mich mit Hannah auf den Weg zur Südinsel. Das Wetter war super und die Fahrt mit der Fähre dementsprechend schön!
In Picton angekommen holten wir unseren Mietwagen ab und machten uns auf den Weg in Richtung Nelson. Die Fahrt war sehr schön, da die Straße am Queen Charlotte Sound entlang geht und so einiges an schöner Aussicht bietet:
In Nelson erwartete uns ein schöner Sonnentag am Strand und ein gemütliches hostel am Abend. Am Montag gings dann ganz früh los in Richtung Nelson Lakes National Park. Dort gibt es Berge (bis zu 2340 m) und viele kleine und große Seen. So wanderten wir am Montag los und da das Wetter nicht so toll war nahmen wir die "Schlechtwetterroute" durch den Wald und ein Tal hoch zur Angelus Hut. Wir mussten mehrmal einen Bach überqueren und über Geröll und Steine klettern. Die Wanderung dauert etwa 7 Stunden und die letzten 2 Stunden waren sehr regnerisch/windig/anstrengend, sodass wir am Ende heilfroh waren endlich die warme Hütte zu sehen! Die Hütte war ziemlich überfüllt da gerade Osterwochenende war. So waren anstatt 26 Leuten (soviele "bunks" gibt es) ca. 40 Leute in der Hütte! Naja wenigstens wars in der Nacht schön warm und kuschelig ;-) Es hat dort oben nämlich schon geschneit und gefroren sodass meine größte Angst das Frieren in der Nacht war (ich alte Frostbeule). Am nächsten Tag wurden wir von klarem Himmel und Sonnenschein überrascht sodass wir zügig loswanderten um möglichst nicht in schlechtes Wetter zu kommen. Nun haben wir auch endlich was gesehen von der Umgebung und waren sehr begeistert! Angelus Hut liegt in einer Kule auf dem Berg und ist umgeben vom Lake Angelus, der wunderschöne Reflektionen der Berge bot.
Auch die Wanderung enlang der Robert Ridge war sehr schön und bot spektakuläre Sichten übers Land.
Am Dienstag fuhren wir dann gleich weiter die wilde Westküste der Südinsel hinunter.
Übernachtet haben wir in einem sehr schönen hostel mitten im Regenwald, das aus mehreren kleinen Holzhäusern mit jeweils eigener Küche/Bad besteht. Abends ist dann leider die Elektrizität ausgefallen und so mussten wir im dunkeln mit meinem Gaskocher Abendessen kochen, den ich zum Glück wegen der Wanderung mitgenommen hatte! War auch eine sehr lustige Erfahrung ;-) Am nächsten Tag machten wir eine kleine Wanderung durch den Regenwald und besichtigten dann noch die Pancake Rocks in Punakaiki.
Bei high tide kann man sogenannte blowholes bebachten, durch die das Wasser hochgeschossen kommt:
Weiter ging es über den Arthurs Pass zur Ostküste. Unsere Wanderung dort ist leider ins Wasser gefallen, sodass wir am Donnerstag gleich weiter nach Kaikoura gefahren sind. Kaikoura ist eine Halbinsel zwischen schneebedeckten Bergen und Meer gelegen.
Besonders berühmt ist Kaikoura für Wale, Delphine, Robben, Albatrosse und sonstige Meeresbewohner. Am Freitag früh machten wir so eine whale watching tour und haben 3 Wale, etliche Albatrosse und ca. 200 Delphine gesehen! Trotz meiner Seekrankheit hat sich der Trip gelohnt und hat einmalige Begegnungen mit den Meeresbewohnern geboten.
Sperm Whale: Dusky Dolphin:
Am Freitag ging es dann wieder zurück mit Zwischenstopp in Blenheim, wo wir noch ein schönes Abendessen zu uns nahmen. Leider hatten wir auf dem Weg zurück einen Platten an unserem Auto und mussten Samstag früh das Auto noch reparieren lassen. Der Reifen war dahin und wir mussten ihn ersetzen :-( Naja aber ansonsten wars ein gelungener und sehr schöner Urlaub und jetzt kann ich wieder erholt mit meiner Arbeit für die Uni beginnen!
Ich wünsche euch allen ein schönes und frohes Osterfest!!! Sucht brav die Eier, genießt den Frühling und lasst es euch gutgehn! Ich wär jetzt auch gern in Deutschland, wo gerade der Frühling einzieht und alles zu blühen und grünen anfängt (zumindest weiß ich das aus verlässlichen Quellen) :-) Ich habe gerade auch Ferien und werde morgen mit meiner Freundin Hannah aufbrechen zu einem trip auf die Südinsel! Wir haben uns ein Auto gemietet und werden rumfahren, wandern und die freie Zeit genießen. Hoffentlich spielt das Wetter mit. Hier noch ein Blumengruß zu Ostern - die Bilder hab ich im botanischen Garten gemacht (richtig österliche Blumen gibts natürlich nicht, weil hier ja eher Herbst als Frühling ist):
Um die Tourismus-Kampagne von Flight of the Conchords zu unterstützen, will ich hiermit meinen Lesern aus Deutschland ein Besuch in Neuseeland nahelegen - why not?
Wenn man hier in Neuseeland lebt, vor allem in Wellington, kommt man gar nicht drum herum sich die Musik und die Fernsehserie von Flight of the Conchords anzusehen. Flight of the Conchords sind selbsternannt "Formerly New Zealand's fourth most popular guitar-based digi-bongo accapella-rap-funk-comedy folk duo". Sie sind also ein Musik-machendes Comedy-Duo, das auch schon eine TV-Serie in den USA gemacht hat. Die beiden kommen hier aus Wellington und haben auch an der Victoria University studiert. Da sie auch overseas berühmt sind, sind alle Neuseeländer dementsprechend stolz auf sie. Auf jeden Fall bin ich sehr begeistert, da die beiden durch ihre naive und trashige comedy einfach nur zum brüllen sind ;-) Mehr Infos hier. Ich will euch das natürlich nicht vorenthalten und deshalb hier eine Auswahl meiner Lieblings-songs auf youtube: Viel Spaß damit!!!
Nachdem manche Leser ja schon die Strohballen durchs Bild rollen gesehen haben kommt hier nun ein update aus Wellington. Im Moment bin ich sehr beschäftigt mit meinen Aufsätzen für die Uni. So muss ich mich mit "female labour supply", "sustainable-energy policies for New Zealand" und mit "tax and transfer structures" beschäftigen. Aber bei so viel Arbeit muss man sich ja auch hin- und wieder belohnen und so kommt hier ein Bericht über meine letzten zwei Restaurant-Besuche.
Bei one red dog, einem innovativen Pizza und Pasta Restaurant, war ich mit Stephi (Österreich), Melanie und Suzanne (beide Holland) letzten Dienstag und habe dort glutenfree Pizza aus Maismehl gegessen. Ist ja nett gemeint sowas anzubieten, hat aber leider nicht ganz meine Erwartungen erfüllt. Ich bin halt von guter selbstgemachter Pizza verwöhnt, da kann man nix machen ;-)
One red dog ist aber ansonsten ein sehr schönes Restaurant direkt am Meer und nur 5 Minuten zu Fuß entfernt vom Staffordhouse.
Heute Abend sind wir auf Empfehlung von Enrico zu Zico`s gegangen, einem Italiener am Courtenay Place, der Haupt-Weggehmeile Wellingtons. Leider haben wir nicht sofort einen Tisch bekommen, sodass wir erstmal im establishment ein Bier trinken waren. Schließlich haben wir um ca. 9.30 unsere Plätze im Zico`s eingenommen.
Das Essen war sehr sehr lecker, ich habe Saltimbocca bestellt. Leider waren die Portionen etwas klein und der service etwas unfreundlich. Naja man kann nicht alles haben;-)
Auf unserer Weinflasche haben wir dann noch eine lustige Entdeckung gemacht und zwar den grünen Punkt. Das nenn ich Globalisierung: Der deutsche grüne Punkt auf einer italienischen Weinflasche in Neuseeland!
Zum Dessert gings dann noch ins Kaffe Eis (gehört einem Deutschen daher der Name), wo es das beste Eis Wellingtons gibt!
So nun kommen die lange versprochenen Bilder von meinem Zimmer. Wenn man sie anklickt werden sie (hoffentlich) größer.
Mein Arbeitsplatz mit Blick auf das "wunderschöne" Bürogebäude gegenüber ;-)
Neschd - ja ich weiß es fehlt noch ein Poster an der Wand!
Fensterbrettkunst ;-)
Küche und Ess-/Wohnzimmer I
Küche und Ess-/Wohnzimmer II
Ein ganz typisches Bild in meinem Zimmer: Mein Lieblings-Sushi!!! Man stelle sich vor, diese Riesenrolle kostet gerade mal 1 Dollar (umgerechnet 40 Cent)
Die obligatorische Faltenkarte auf meinem Schreibtisch
Blick aus meinem Zimmer über the Terrace (meine Straße). Diese Straße ist übrigens eine Erdbebenverwerfung, da Wellington an einer fault-line liegt.
Ich wohne sehr zentral, direkt im Bankenviertel und neben dem Regierungsviertel. Zum Hafen sind es nur 5 Minuten zu Fuß und dort lässt es sich wunderbar spazieren, joggen, Eis essen, etc.. Allerdings gibt es hier überall liquor-ban sodass das romantische Bierchen am Hafen leider ausfällt :-( Die shopping-Meile Wellingtons (Lambton Quay) ist nur 2 Minuten entfernt, was mein Gelbeutel auch schon des öfteren zu spüren bekommen hat :-) Wellington ist eine sehr windige Stadt, darum auch "Windy Welly" genannt. Bis jetzt hab ich davon noch nicht viel gespürt, aber man hat mir gesagt dass das im Herbst/Winter ganz schön übel werden kann... naja aber es kann ja nicht alles immer perfekt sein! Auf jeden Fall fühl ich mir sehr sehr wohl, kann mir sogar vorstellen wiederzukommen :-)
Da ich gerade dringend eine Pause von meinem assignment brauche, berichte ich nun endlich mal wieder etwas aus meinem Leben hier in Neuseeland:-)
Also mittlerweile bin ich schon 3 Wochen hier in meinem Wohnheim und fühle mich sehr wohl. Mein Wohnheim (Staffordhouse) ist ein altes Bürogebäude und liegt mitten in der Stadt (sehr praktisch :-) ). Hier wohnen ca. 300 Leute, von denen 200 "internationals" sind. Ich habe hier schon sehr viele Leute kennengelernt und auch schon einige Freunde gefunden. Mehr über das Wohnheim (wens interessiert) gibts hier.
Uni hat auch begonnen und mittlerweile habe ich alle Kurse die ich hören will zusammen. Zum einen höre ich zwei economics Kurse (labour markets und public economy) und zum anderen zwei Kurse aus dem Gebiet environmental studies (sustainable energy und environmental management). Die beiden letzteren waren eher spontane Entscheidungen, sie sind aber super-interessant und spannend! Mit 4 Kursen bin ich ganz schön eingedeckt mit Arbeit :-( Dann habe ich mich noch für ein Programm eingeschrieben, das Victoria International Leadership Programme heißt. Das ist so ein bißchen wie studium generale und so höre ich ein paar Seminare und speaker events und bekomme im Anschluss einen Schein.
Ansonsten genieße ich das Leben hier. Wellington ist wirklich eine tolle Stadt. Nicht allzu groß und trotzdem gibt es alles was man braucht, ein großes kulturelles Angebot, leckeres Essen (hmmm Sushi), guten Kaffee und ein vernünftiges Nachtleben ;-) Beispielsweise war hier letzte Woche das Wellington Jazz Festival mit zwei kostenlosen Konzerten am Samstag - und Sonntagnachmittag. Bilder gibts hier.
Bilder von meinem Zimmer etc. stell ich ein anderes Mal online, jetzt muss ich mich wieder meinem assignment widmen;-) Über Kommentare, Emails, Fragen, etc. freue ich mich immer sehr!